Modeling direkt ins Pult statt abgenommener Röhrenamp.

Dein Gitarrensound ist echt nicht schlecht, heißt es manchmal von den Gästen bei unseren Auftritten. „Was spielste denn da für einen Verstärker und wo ist er?“ Gar keinen, lautet meine Antwort! Da bei „Take Two“ die Gesamtsumme über die Boxen kommt und uns Live Niemand abmischt, benutze ich keinen Verstärker der mikrofoniert abgenommen wird, um die Bühnenlautstärke niedriger und den Überblick der Lautstärke der einzelnen Instrumente bessser zu halten. In der heutigen Zeit ist es nichts ungewöhnliches mit Gitarrenamp-Modeling zu arbeiten, obwohl für mich ein gut abgenommener Röhrenamp nichts schlägt. Die meisten Gitarristen spielen den Kemper Profiling Amp, für mich reicht allerdings ein Boss GT-100 Modeling- / Multi-Effektprozessor der mir in hunderten Auftritten sehr gute Dienste leistete und ich brauche eigentlich auch nur zwei Grundsounds. Fakt für mich ist, ein guter Röhrenamp und eine Modelingkiste sind einfach zwei unterschiedliche paar Schuhe. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ein günstiges Modelingeffektgerät direkt ins Mischpult gespielt  „kann“ besser klingen als ein schlecht abmikrofonierter Röhrenverstärker. Für Take Two ist das Ampmodeling jedenfalls eine tolle und unkomplizierte Geschichte.